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WKW. Aus der näheren Umgebung haben
wir über 14.000 Mitglieder in der Gruppe: Rheinbrücke muss her!
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Nachfolgende die Forderung, die wir für den Masterplan eingereicht
haben:
Die Bürgerinitiative ProBrücke
fordert:
1.
die
Umsetzung des Masterplans, in der Form wie er von der UNESCO vorgegeben
wurde: Als Zukunftsbetrachtung des Mittelrheintales mit realisierter
Brücke.
2.
die
unverzügliche Weiterführung der Brückenplanungen.
3.
eine
Neuausrichtung der politisch Handelnden hin zu einer Umsetzung des
Bevölkerungswillens mit der sofortigen Realisierung der
Mittelrheinbrücke.
Die Bürgerinitiative ProBrücke
tritt ein – für eine starke Region -
Dazu 10 Argumente
Wir brauchen die Mittelrheinbrücke….
1.
für die
Stärkung der Region
2.
für
lebenswerte Bedingungen in der Zukunft
3.
für
wirtschaftlichen Austausch
4.
für
gesellschaftlichen Austausch
5.
als
Übergang zu jeder Zeit
6.
als
kostenfreien Übergang
7.
als
touristische Attraktion
8.
für die
Notfallhilfe
9.
zur
beidseitigen Tourismusbelebung
10.
als
erlebbares Bürgerrecht
Was bedeutet das im Detail?
Wir brauchen die Brücke….
1.
für die
Stärkung der Region
Wir setzen uns ein
für eine Stärkung der Region und das ist ohne eine florierende
Wirtschaft nicht machbar. Die Wirtschaft, also das produzierende
Gewerbe, der Dienstleistungssektor, Handwerk , Handel und Tourismus
braucht eine intakte Verkehrsinfrastruktur für den ungehinderten Zugang
von Waren und Menschen. Deshalb gilt auch in der Zukunft, wo die
Wirtschaft funktioniert da stellt sich Wohlstand ein.
Bei der
wirtschaftlichen Entwicklung gibt es ein Ungleichgewicht auf beiden
Rheinseiten. Die Hunsrückseite entwickelte sich besonders in den letzten
Jahren schnell weiter, weil hier leistungsfähige Anbindungen geschaffen
wurden. Stichworte: A61, Hahn, Ausbau B50 künftig mit Hochmoselübergang.
Als sehr problematisch ist allerdings die Anbindung der B9 an die A61 zu
sehen. Hier liegt ein dringender Handlungsbedarf vor, der im Übrigen
auch keinen Aufschub rechtfertigt und das völlig unabhängig von der
Brückenrealisierung.
Die Verkehrsanbindung
des Rhein-Lahn-Kreises ist demgegenüber sehr bescheiden. Die Mobilität
wird eingeschränkt durch eine mehr als ungünstige Verkehrssituation.
Das gilt für die Erreichbarkeit des Raumes Koblenz via
Dachsenhausen-Braubach, der A3/B255 (Montabaur) via Nassau, für
Limburg/Gießen muss eine lange Landpartie in Kauf genommen werden,
selbst die Bäderstraße ist aufgrund der 2spurigen Verkehrsführung und
fehlender Ortsumgehungen mit dem vorhandenen hohen Verkehrsaufkommen ein
Nadelöhr. Die Mittelrheinbrücke würde den Rhein-Lahn-Kreis zum Westen
hin öffnen und damit eine Anbindung schaffen an den prosperierenden
Rhein-Hunsrück-Kreis.
Nur mit Brücke
entsteht auch für die rechte Rheinseite, die jetzt schon viele Pendler
beheimatet, ein potentieller Vorteil der linksrheinischen
wirtschaftlichen Entwicklung . Unternehmen benötigen, um etwas zu
erwirtschaften, Arbeitskräfte. Aber für diese muss zu jeder Zeit der
Zugang gesichert und der Arbeitsplatz in Bezug auf Zeit- und
Geldaufwand erreichbar sein.
Das sehen wir nur
gegeben mit einer festen Flussquerung.
2.
für
lebenswerte Bedingungen in der Zukunft
Lebenswert heißt in
diesem Zusammenhang, lebenswerte Bedingungen zu haben, die ein Leben in
der Zukunft hier in dieser einzigartig schönen Gegend möglich machen.
Einem Ausbluten der Region mit allen negativen Begleiterscheinungen wie
Leerstände, Geisterdörfer, Verbuschung und verkommen der
Kulturlandschaft ist unbedingt und mit allen Kräften entgegen zu wirken.
Das sind wir den nächsten Generationen schuldig und dies nicht nur weil
damit die Attraktivität für den Tourismus verloren geht.
Menschen, die hier
wohnen, die die Gegend und das Umfeld lieb gewonnen haben, haben ein
starkes Interesse daran, auch künftig hier zu sein. Das ist aber vielen
nur möglich, wenn sie sicher, unkompliziert und bezahlbar ihre Ziele
erreichen können.
Dafür brauchen wir
eine feste Flussquerung.
3.
für
wirtschaftlichen Austausch
Eine EU-Richtlinie
schreibt vor, dass Projekte ab einer gewissen Größenordnung europaweit
ausgeschrieben werden müssen. Im kleinen Rahmen, über die Barriere Rhein
hinweg, verbieten die Marktgesetze Handwerkern und dem Handel sich
entsprechend zu verhalten und die Chancen zu nutzen, die sich in
greifbarer Nähe, auf der anderen Rheinseite, auftun. Mit zusätzlich
anfallenden Transportkosten, wie Fährkosten und besonders verbunden mit
teuren Wartezeiten schießt sich der Anbieter selbst aus dem Wettbewerb
und bleibt demzufolge gezwungener Maßen seiner Rheinseite treu. Ein
funktionierender Wettbewerb sieht anders aus. Wenn wir wirklich einen
wirtschaftlichen Austausch propagieren, dann gehört als
Grundvoraussetzung der barrierefreie Übergang dazu.
Das sehen wir gegeben
mit einer festen Flussquerung.
4.
für
gesellschaftlichen Austausch
Menschen benötigen
für den
·
kulturellen Austausch,
·
im
Sport,
·
für die
Bildung
eine permanente
Begegnungsmöglichkeit. Der Rhein zerschneidet das Land für die Menschen
wie eine unüberwindbare Grenze. Ein kultureller Austausch unterbleibt
fast vollständig.
Ich setze mich gerne
und leidenschaftlich für Fragen ein, die die Natur betreffen. Aber kann
es denn sein, dass niemand in Zweifel setzen würde, dass wir sofort
einen Brückenschlag – z. B. als Wildtierkorridor - hätten, wenn auf
einer Rheinseite eine Tiergattung zur Rettung eine Vermischung mit
Artgenossen benötigte, die auf der anderen Seite vorhanden sind, die
Bedürfnisse der Menschen aber völlig unberücksichtigt bleiben?
In großen Teilen von
Europa wurden die Schlagbäume abgeschafft, damit die Menschen
ungehindert Zugang zueinander finden.
Hier am Mittelrhein
fordern wir ebenfalls einen ungehinderten Zugang zueinander.
Das sehen wir gegeben
mit einer festen Flussquerung.
5.
als
Übergang zu jeder Zeit
Ein Stromübergang zu
jeder Zeit meint rund um die Uhr und zwar ohne Wartezeiten und
unabhängig von objektiven Störungen wie Hoch- oder Niedrigwasser.
Das sehen wir gegeben
mit einer festen Flussquerung.
6.
als
kostenfreien Übergang
Diesen Punkt können
nicht nur diejenigen werten, die permanent auf einen Übergang angewiesen
sind und sich dafür enormen Belastungen ausgesetzt sehen, hierzu zähle
ich auch die Einschränkung für viele Menschen, die sich im Alltag
abspielen und wenn es nur darum ginge sich z.B. spontan entscheiden zu
wollen auf der jeweils anderen Seite ein Eis zu essen oder einen Kaffee
zu trinken.
7.
als
touristische Attraktion
Auf der ganzen Welt
gibt es Brückenbauwerke, die für einen Touristen quasi Pflichtprogramm
sind.
Hier nur eine sehr
verkürzte Kostprobe:
Die Golden Gate in
San Franzisko, die Brooklyn Bridge in NY,
die
Harbourbridge in Sydney, die Rialto in Venedig, die
Karlsbrücke in Prag, die Brücke von Mostar…..und, und, und
Jede ist auf ihre Art
schön, passt sich in die jeweilige Umgebung ein und wird so zu einem
Besuchermagneten.
Das geht auch mit
einer entsprechend gestalteten Brücke am Mittelrhein und zwar zur
Aufwertung des Welterbes.
8.
für die
Notfallhilfe
Feuerwehr,
Katastrophenschutz, Notärzte, Rettungsdienste, Krankenhauszugänge und
Polizei.
Da kann man sich zu
jedem Punkt ein entsprechendes Szenario ausdenken, dass die
Notwendigkeit des flussübergreifenden Einsatzes aufzeigt. Welches
Sparpotential steckt im Bereich der Ausrüstungsinvestition bei
nachbarschaftlicher Austauschmöglichkeit?
Ein aktueller Punkt:
Die Diskussion um die mögliche (vielleicht in der Zukunft noch
notwendigen) Neuausrichtung der Polizei hat die Frage aufgeworfen, was
geschieht, wenn nachts in einer der Schwesterstädte ein Polizist
gebraucht wird aber bedingt durch andere Strukturen mit einer
erheblichen Anreisezeit zu rechnen ist. Aberwitzig wird die Situation
dadurch, wenn sich zeitgleich ein Polizist, 300m entfernt auf der
anderen Seite befindet, der aber nicht helfen kann.
9.
zur
beidseitigen Tourismusbelebung
Nicht geplante, meint
nicht kalkulierte Besuche der anderen Seite fallen z.B. für Bustouristen
aus. So bleibt auch der Besuch der Loreley und des Besucherzentrums für
viele linksrheinische Besucher aus.
Eine Brücke wäre eine
Verbindung der Radwege oder auch ein zusätzliches Erlebnis für
Fußgänger.
Nutznießer einer
weiteren Tourismusbelebung wären neben Hotel- und Gastbetrieben die
gesamte Region.
10.
als
erlebbares Bürgerrecht
Das
Landesentwicklungsprogramm ist der Gestaltungs- und Ordnungsrahmen für
eine nachhaltige Entwicklung aller Teilräume des Landes. Neben Fragen
der Sicherung der Daseinsvorsorge und der Entwicklung von Räumen ist die
Siedlungsentwicklung ein inhaltlicher Schwerpunkt.
LEP IV, seit 25.
November 2008 in Kraft, wird konkret:
Weitere
Rheinquerungen, wie bei Linz, St. Goar, Bingen und Nierstein sind zu
prüfen. Sie tragen zu einer besseren regionsübergreifenden Mobilität
bei. Dabei hat insbesondere eine feste Rheinquerung im Bereich von St.
Goar – St. Goarshausen für den Mittelrheinabschnitt zwischen Mainz und
Koblenz eine hohe Bedeutung.
Das Projekt Brücke,
zur Erlangung gleichwertiger Lebensbedingungen, begleitet die Menschen
hier am Mittelrhein bereits seit etlichen Jahrzehnten. Sind die hier
gezahlten Steuern, die Steuern zweiter Klasse? Warum werden die
Bedürfnisse, der hier lebenden Bevölkerung - und die spricht sich fast
ausschließlich für einen Brückenbau aus - derart mit Füßen getreten?
Viele verzweifeln an den permanenten Rückschlägen und werden so auf
diese Art politikverdrossen.
Die Antwort auf die
Frage, ob solche Entwicklungen dem demokratischen Gefüge auf längere
Sicht Schaden zufügen, dürfen wir nicht alleine den Politikern
überlassen.